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Veranstalter
LAV Elstertal Bad Köstritz e.V.
Sport Live Bischoff

Förderer
Landkreis Greiz
Bad Köstritz

Das war der 14. Köstritzer Werfertag

Das Meeting...

Als erstes nationales Meeting nach dem Saisonhöhepunkt diesen Jahres, den Olympischen Spielen in Peking, empfing der 14. Köstritzer Werfertag nationale und internationale Olympiateilnehmer in Bad Köstritz. Insgesamt brachten zehn frisch gebackene Olympioniken einen Hauch von olympischem Flair ins Köstritzer Stadion. Darunter auch internationale Athleten aus Polen und Spanien.

Zum Auftakt des Meetings am Samstag kämpften die Nachwuchsathleten der Ländermannschaften um den CWK-Länderpokal. Nebenbei sorgten die Teilnehmer des LAV Elstertal Vereinssportfestes für reichlich Stimmung im Stadion. Disziplinen wie Gummistiefelweitwurf, Schlängellauf und Tauziehen brachten die Freizeitsportler reichlich ins Schwitzen.


Bei den Kugelstoßwettbewerben am Samstagabend wurde das Stadion mit Heliumballons ausgeleuchtet und die Kugelstoßer so ins rechte Licht gerückt. Nach fünfjähriger Pause wurde wieder der Wettbewerb im beidarmigen Kugelstoßen durchgeführt. Manuel Martinez aus Spanien nahm seit 1936 als erster Spanier überhaupt wieder an solch einem Wettkampf teil und konnte gleich den Sieg erringen.

Der zweite Veranstaltungstag wurde traditionell mit den Wettbewerben des CWK-Vereinspokals eröffnet. Anschließend gingen beim OTWA NachwuchsCup die besten nationalen Nachwuchskugelstoßer der AK U20 an den Start.


Bei den Hauptwettkämpfen konnten dank der lautstarken Unterstützung der ca. 750 Zuschauer viele der Olympiateilnehmer teilweise bessere Ergebnisse erzielen als die Woche zuvor noch in Peking.

Die Diskuswurf-Legende Lars Riedel stattete dem Werfertag als Ehrengast einen Besuch ab. Den Diskus nahm er zwar nicht in die Hand, nutzte jedoch die Gelegenheit dem Köstritzer Publikum seine neue Biographie zu präsentieren.



Die Hauptwettkämpfe...

Den ersten Hauptwettkampf am Samstagabend bestritten die Kugelstoßerinnen. Mit Nadine Kleinert, Christina Schwanitz und Denise Hinrichs waren gleich drei Olympia-Teilnehmerinnen am Start. Nadine Kleinert gewann mit 19,36 m vor Christina Schwanitz, die 18,96 m erreichte. Beide Athletinnen konnten im Köstritzer Stadion bessere Weiten erzielen als noch eine Woche zuvor im "Vogelnest"

Beim beidarmigen Kugelstoßen zeigte sich, welcher Athlet im Training Wert auf Vielseitigkeit legt. Die besten koordinativen Fähigkeiten bewies der Spanier Manuel Martinez. Mit 19,55 m rechts und 12,86 m links, erreichte er eine sehr gute Gesamtweite von 32,41 m - ein neuer Meetingrekord. Andy Dittmar belegte mit 32,14 m den zweiten Platz, verpasste aber knapp die neue deutsche Bestweite.

 


Den Hammerwurfwettbewerb der Männer dominierte klar Szymon Ziolkowski aus Polen. Der Olympiasieger von Sydney 2000 gewann deutlich mit 78,68 m vor Steve Harnapp.

Auch im Diskuswerfen der Frauen ging der erste Platz nach Polen. Olympiateilnehmerin Joanna Wisniewska setzte sich mit 59,95 m gegen die Deutsche Meisterin Sabine Rumpf durch.

Der Diskuswurfwettbewerb der Männer wurde vom Zweikampf zwischen Vizeweltmeister Robert Harting und dem feurigem Spanier Frank Casanas dominiert. Doch wie bereits in Peking, bewies Robert Harting die besseren Nerven und gewann mit 65,87 m vor Casanas, der 64,20 m erreichte.

 



Wer plötzlich von wildem Kampfgeschrei und kräftigem Schnauben, ähnlich dem eines wilden Stiers, aufgeschreckt wurde, der befand sich gerade an der Kugelstoßanlage und verfolgte den Hauptwettkampf der Männer. Verärgert über jeden ungültigen Versuch ließ "el torro" Manuel Martinez seinem spanischen Temperament freien Lauf. Peter Sack ließ sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen und gewann diesen Wettbewerb souverän mit 20,34 m vor dem Spanier, dessen weitester Stoß bei 19,93 m landete. Bändigen konnte man den spanischen Stier am Ende mit einem kräftigen Schluck aus dem mit Schwarzbier gefülltem Siegerpokal .

 



Im Speerwerfen der Männer konnte sich Olympiateilnehmer Alexander Vieweg wieder über einen 80 Meter Wurf freuen. Nach den Olympischen Spielen war seine Siegerweite von 81,83 m wie ein Befreiungsschlag für den noch jungen Athleten. Manuel Nau belegte mit 77,29 m den zweiten Platz vor dem Vorjahressieger Tino Häber.




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